
Sandra Bandholz fĂĽr kindgerechte
Ganztagsschule
Eine Frage: Wie erziehen wir unsere Kinder richtig und welche Werte wollen wir jungen Menschen vermitteln? Die Antwort muss jede Mutter, jeder Vater für sich selbst finden. Doch manchmal stellt sich diese Frage gar nicht, denn die Eltern sind viel zu eingespannt um den Alltag zu bewältigen und abends viel zu müde, um noch großartig darüber nachzudenken. Sandra Bandholz, Geschäftsführerin der Stiftung Lernen – Fördern – Arbeiten, beschäftigt sich mit diesen Themen schon aus beruflichen Gründen, doch seit sie Mutter eines mittlerweile 7jährigen Jungen ist, hat die ganze Geschichte einen ganz anderen, viel persönlicheren, Hintergrund bekommen. „Natürlich verändert ein Kind alles und wie schwer es ist Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen, erfahre ich tagtäglich“, sagt die 41jährige Sozialpädagogin. „Doch als Geschäftsführerin eines Trägers von pädagogischen Maßnahmen, versuche ich natürlich, etwas zu bewegen!“ Und so setzt sich die Stiftung für eine verbindliche Ganztagsschule ein, die Lehrern und Schülern mehr Zeit gibt, für eine Lehrerausbildung, die weniger auf Wissensvermittlung als auf die pädagogische Förderung der Stärken unserer Kinder ausgerichtet ist und für eine intensive Beteiligung der Eltern am Erziehungsprozess. Dass es dabei nicht nur um Chancengleichheit für alle Kinder, sondern auch um die Berufstätigkeit beider Elternteile geht, versteht sich von selbst. Denn wie schon Unternehmerin Michaela Morath (wir berichteten am 2. August) nach Lösungen sucht, um gerade Grundschulkinder von berufstätigen Eltern möglichst familiär zu betreuen, geht die Stiftung in die gleiche Richtung, aber auf zweierlei Wegen. Einer davon ist die Ganztagsschule. Sandra Bandholz, Dipl.-Sozialpädagogin und Betriebswirtin weiß, wovon sie spricht.
Ihr Sohn ist in der dritten Klasse. Die Schule bemĂĽht sich zwar um eine Ganztagsbetreuung von 7.30 Uhr bis 15.45 Uhr, doch dann ist der Tag der Eltern noch nicht zu Ende.
Sandra Bandholz und ihr Mann kommen im Durchschnitt zwischen 18 und 19 Uhr nach Hause, die Oma wohnt im Nachbarort und eine Tagesmutter steht auch bereit.
„Es geht mit Hängen und Würgen“, sagt die Geschäftsführerin, doch wenn ein Hilfskonstrukt bröckelt, dann fällt alles zusammen.“ Und dabei sei sie noch priveligiert, denn feste Arbeitszeiten habe sie nicht und könne auch mal früher gehen oder später kommen. Doch dramatisch wird es in den Schulferien. „Drei Wochen bekommt jeder hin, doch neun Wochen Ferien?“ Die Lösung: eine verlässliche Ganztagsschule, die im Idealfall um 17 Uhr zu Ende sei und entsprechende Ferienangebote anbieten würde.
Das Haupteinsatzfeld der Stiftung lag bisher zielgerichtet darin, Jugendliche ab der 8. Klasse Haupt- oder Förderschule in den Ausbildungsmarkt zu integrieren. „Darin waren wir in den letzten Jahren sehr erfolgreich“, berichtet Sandra Bandholz, „ doch immer mehr arbeiten wir familienorientiert. Wir wollen die Eltern in ihrem Erziehungsauftrag unterstützen und stärken und die Kinder schon so früh wie möglich fördern.“ Vielleicht liegt das ja an der weiblichen Geschäftsführerin und daran, dass sie selbst ihre Erfahrungen gemacht hat? Natürlich war auch ihr Sohn im Kindergarten und natürlich waren die Öffnungszeiten für sie als berufstätige Mutter nicht unwichtig. Doch Sandra Bandholz hat auch gemerkt, dass die Eltern ein hohes Interesse daran haben, den Kindern bestimmte Werte zu vermitteln, wie zum Beispiel Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Selbständigkeit oder Hilfsbereitschaft und nicht Leistungsdruck, Egoismus, Konkurrenzdenken. Doch werden Werte überhaupt diskutiert, wo findet man sie im Kindergartenalltag wieder und was wird von Kindergartenseite geboten? Und jeder Mensch hat Stärken und die sollten so früh wie möglich entdeckt und gefördert werden. Warum nicht schon im Kindergarten damit anfangen und unsere Kinder zu selbstbewussten Persönlichkeiten heranwachsen lassen? „Mir hat das ein bisschen gefehlt“, sagt die beruftstätige Mutter und hat mit Hilfe von Sponsoren (Stadt St. Georgen und Perpetuum Stiftung) vor drei Jahren ein Modellprojekt auf die Beine gestellt, das genau dort ansetzt.
„Es geht mit Hängen und Würgen“, sagt die Geschäftsführerin, doch wenn ein Hilfskonstrukt bröckelt, dann fällt alles zusammen.“ Und dabei sei sie noch priveligiert, denn feste Arbeitszeiten habe sie nicht und könne auch mal früher gehen oder später kommen. Doch dramatisch wird es in den Schulferien. „Drei Wochen bekommt jeder hin, doch neun Wochen Ferien?“ Die Lösung: eine verlässliche Ganztagsschule, die im Idealfall um 17 Uhr zu Ende sei und entsprechende Ferienangebote anbieten würde.
Das Haupteinsatzfeld der Stiftung lag bisher zielgerichtet darin, Jugendliche ab der 8. Klasse Haupt- oder Förderschule in den Ausbildungsmarkt zu integrieren. „Darin waren wir in den letzten Jahren sehr erfolgreich“, berichtet Sandra Bandholz, „ doch immer mehr arbeiten wir familienorientiert. Wir wollen die Eltern in ihrem Erziehungsauftrag unterstützen und stärken und die Kinder schon so früh wie möglich fördern.“ Vielleicht liegt das ja an der weiblichen Geschäftsführerin und daran, dass sie selbst ihre Erfahrungen gemacht hat? Natürlich war auch ihr Sohn im Kindergarten und natürlich waren die Öffnungszeiten für sie als berufstätige Mutter nicht unwichtig. Doch Sandra Bandholz hat auch gemerkt, dass die Eltern ein hohes Interesse daran haben, den Kindern bestimmte Werte zu vermitteln, wie zum Beispiel Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Selbständigkeit oder Hilfsbereitschaft und nicht Leistungsdruck, Egoismus, Konkurrenzdenken. Doch werden Werte überhaupt diskutiert, wo findet man sie im Kindergartenalltag wieder und was wird von Kindergartenseite geboten? Und jeder Mensch hat Stärken und die sollten so früh wie möglich entdeckt und gefördert werden. Warum nicht schon im Kindergarten damit anfangen und unsere Kinder zu selbstbewussten Persönlichkeiten heranwachsen lassen? „Mir hat das ein bisschen gefehlt“, sagt die beruftstätige Mutter und hat mit Hilfe von Sponsoren (Stadt St. Georgen und Perpetuum Stiftung) vor drei Jahren ein Modellprojekt auf die Beine gestellt, das genau dort ansetzt.
Es heißt “Kompetenzzentrierte Qualitätsentwicklung“ und ist nichts anderes als ein Gütesiegel, wie es sie in der Industrie schon lange gibt, doch in diesem Fall für Kindergärten- und Kindertagesstätten. Durch eine Vor-Ort-Beratung wird in der jeweiligen Einrichtung der Nachweis struktureller und pädagogischer Qualität , die Sicherstellung optimaler individueller Förderung und die Verbesserung des Übergangs von Kindergarten in die Grundschule gewährleistet, durch ein Handbuch verfestigt und zertifiziert. Oder anders gesagt: In diesen Kindergärten schaut ein geschultes Erzieherinnenteam auf jedes einzelne Kind, fördert es, versucht Auffälligkeiten so früh wie möglich zu erkennen und bleibt im Gespräch mit den Eltern. „In vielen Kindergärten läuft das auch ohne uns schon super, doch manche brauchen eben dieses Instrument, das wir anbieten“, sagt die Geschäftsführerin. Natürlich kostet das Geld, doch die Stiftung muss keine Gewinne erwirtschaften und im Endeffekt ist Früherkennung und Frühförderung immer noch das best investierteste Geld. Es bewegt sich etwas in unserer Region – wir bleiben dran am Thema.
Stiftung in Stichworten:
Stiftung Lernen – Fördern – Arbeiten Menschen begleiten, Arbeit gestalten, Zukunft wagen Gründung: 24.2.1999 in Oberdorf. Zielsetzung: Förderung hilfsbedürftiger und sozial benachteiligter Menschen (Hinführung zu einem eigenständigen Leben). Zustiftung PRO JOB gGmbH (Bildungsträger im Schwarzwald-Baar-Kreis) in 2005. Sandra Bandholz wird Geschäftsführerin der Stiftung. Kompetenzen: Konzeptentwicklung und -umsetzung, Kinderbetreuung, Förderung und Erziehung, Coaching/Einzelfallhilfe, Trainings/Qualifizierung, Berufsorientierung/Übergangsmanagement Schule-Beruf, Vermittlung in Ausbildung und Arbeit. Seit 2005 kontinuierliches Wachstum um knapp 40 Prozent, derzeit ca. 100 fest angestellte MitarbeiterInnen an über 30 Standorten in den Landkreisen Rottweil, Schwarzwald-Baar, Tuttlingen, Freudenstadt, Calw und Konstanz. Kontakt: Tel. 074194258-0, info@lfa.org, www.lfa.org.
Stiftung in Stichworten:
Stiftung Lernen – Fördern – Arbeiten Menschen begleiten, Arbeit gestalten, Zukunft wagen Gründung: 24.2.1999 in Oberdorf. Zielsetzung: Förderung hilfsbedürftiger und sozial benachteiligter Menschen (Hinführung zu einem eigenständigen Leben). Zustiftung PRO JOB gGmbH (Bildungsträger im Schwarzwald-Baar-Kreis) in 2005. Sandra Bandholz wird Geschäftsführerin der Stiftung. Kompetenzen: Konzeptentwicklung und -umsetzung, Kinderbetreuung, Förderung und Erziehung, Coaching/Einzelfallhilfe, Trainings/Qualifizierung, Berufsorientierung/Übergangsmanagement Schule-Beruf, Vermittlung in Ausbildung und Arbeit. Seit 2005 kontinuierliches Wachstum um knapp 40 Prozent, derzeit ca. 100 fest angestellte MitarbeiterInnen an über 30 Standorten in den Landkreisen Rottweil, Schwarzwald-Baar, Tuttlingen, Freudenstadt, Calw und Konstanz. Kontakt: Tel. 074194258-0, info@lfa.org, www.lfa.org.
