Die wertvollsten Rückmeldungen (Feedback) kommen oft aus der Gruppe der Menschen, die uns nahe stehen, da sie uns oft genauer kennen, als wir uns selbst. Doch suchen Sie richtige, wichtige und aussagekräftige Vergleiche. Und so verlockend es auch sein mag, lassen Sie die ganze Geschichte nicht in "fishing for compliments" abrutschen. Sich mit den Besten auf einem Gebiet zu messen und dabei notfalls die eigene Mittelmäßigkeit zu erleben und zu verschmerzen, ist hilfreicher als sich Illusionen der eigenen Großartigkeit hinzugeben. Stellen Sie Regeln auf für das Annehmen von Feedback. Und zwar: Lassen Sie Ihren Feedback-Geber unbedingt aussprechen. Verteidigen Sie sich nicht und stellen Sie nichts klar. Ihr Feedback-Geber soll ja nur beschreiben, wie Sie auf ihn gewirkt haben. Und das ist ja nicht durch eine
"Klarstellung" zu revidieren. Wenn Sie etwas nicht verstehen - einfach nachfragen.
Für Feedback sollte man sich immer bedanken, auch dann, wenn es nicht wie vielleicht erhofft, ausgefallen ist. Aber es hilft, sich selbst und seine Wirkung auf andere Menschen besser kennen zulernen. Aus einem Feedback kann man immer seine Lehren ziehen, muss dies aber nicht unbedingt, denn: Niemand ist auf der Welt, um so zu sein, wie andere ihn gerne hätten! Doch vielleicht fragt Ihre beste Freundin Sie nach Ihrer Meinung, bittet um Rückmeldung - um ein Feedback. Jetzt sind Sie also Feedback-Geber und auch hier sollten bestimmte Verhaltensregeln beachtet werden.
Feedback will helfen, Kommunikations-störungen zu beseitigen. Man sollte nicht "um des lieben Friedens willen" auf
Feedback verzichten. Richtiges Feedback fördert die Kommunikation. Doch durch unqualifizierte Rückmeldung können Sie sich Feinde schaffen. Deswegen darf man die Technik des Feedback nie um persönlicher Vorteile willen einsetzen. Es darf nicht verletzend sein, es ist nicht Meckern, Schimpfen, Beleidigen. Feedback muss konstruktiv sein, um wirklich zu helfen. Feedback muss nachvollziehbar sein. Deswegen muss man das Ereignis möglichst auf konkrete Einzelheiten ansprechen und nicht pauschal beschreiben. Ganz wichtig ist auch, dass der Feedback-Geber bewusst subjektiv formuliert. Man soll von seinen Beobachtungen, von seinen Eindrücken, von seiner Meinung sprechen - niemals für andere. (Quelle: von Siegfried Schreiber) aufgezeichnet von
Barbara Dickmann
