Frauen und Geld - zwei Welten begegnen sich! Frauen geben ihr Geld nur für Unmengen von Schuhen aus, möchten sich um nichts kümmern und sind froh, wenn sie gut verdienende Männer haben. Frauen sind lieber Gattinnen mit Glamour oder Mütter mit Modem und Haushaltsgeld - doch selten Finanzminister. Bestenfalls haben sie ein eigenes Konto oder wenigstens Kontovollmacht und ein Taschengeld, doch ansonsten zucken sie eher zurück, wenn es um Vermögensaufbau, Altersvorsorge, Immobilien und Berufsunfähigkeits-absicherung geht. Frauen reden lieber über Klamotten und Kinder, über den neuen Kinofilm, die Nachbarin, den netten Typen von nebenan... Und was wir Frauen untereinander austauschen, bewegt sich im Bereich von Kochrezepten, Pflege- und Gesundheitstipps. Oder haben Sie schon mal mit Ihrer Freundin heiße Börsentipps ausgetauscht? Frauen lassen sich einfach gerne versorgen und junge Mädchen träumen immer noch vom Prinzen auf dem weißen Pferd, der sie entführt auf sein Schloss, das heute ein schickes Penthaus mit Sauna ist.
Geld ist eine Domäne der Männer. Mein Haus, mein Auto, mein Schiff, meine Freundin! Geld macht Männer automatisch schön und sexy, lässt den Bierbauch verschwinden, mangelnde Intelligenz vergessen und den gesellschaftlichen Status in schwindelnde Höhen treiben. Ihr Selbstwertgefühl hängt stark mit dem Kontoauszug zusammen und ob es nun bewusst oder unbewusst geschieht, Männer leben oft nach einem einfachen Motto: ,,Ich bin, was ich habe!" Alles Vorurteile meinen Sie? Tatsächlich ist die Beziehung frau und Geld oft so kompliziert und problematisch wie die zum eigenen Intensivsozialpartner. Warum das so ist, ist zum Teil auch historisch bedingt.
Noch vor 50 Jahren brauchte frau für bestimmte Dinge einen gesetzlichen Vertreter und das war ihr Mann. Mit der Heirat unterstellte sie ihr in die Ehe eingebrachtes Vermögen der Verfügungsgewalt ihres Mannes. Ja selbst Arbeitsverträge durfte sie nur mit seiner Zustimmung abschließen. Die einzige jahrhundertealte Erfahrung die wir mit Geld haben, ist äußerst bescheiden. Sie beschränkt sich auf das Verwalten des Haushaltsgeldes, was manchmal gar nicht lustig ist - doch viel Geld war äußerst selten in Frauenhand. Großes Geld braucht anscheinend Männerhände und wichtige Transaktionen bleiben den Herren der Schöpfung vorbehalten.
Außerdem ist unsere Einstellung zum Geld auch etwas seltsam. Über Geld spricht
man nicht. Geld hat man einfach oder auch nicht. Über Geld zu reden ist in Deutschland geradezu unanständig und viel Geld zu verdienen grenzt schon an Raffgier und unappetitlichem Geldscheffeln auf Kosten anderer. Geld ist Macht und Macht ist männlich. Geld verdirbt den Charakter, beim Geld hört die Liebe auf (doch wo bleibt die Liebe ohne Geld?), Geld regiert die Welt und Geld stinkt. Mit einem Wort: Geld ist hässlich und wer von uns will schon hässlich sein? Nein danke, dann überlassen wir es lieber unserem Rosenkavalier, sich die Hände schmutzig zu machen und uns auf selbigen durch das Leben zu tragen. Leider klappt das nicht immer so und die Wirklichkeit - das wahre Leben holt uns Frauen ein. Prinzen und weiße Pferde sind rar geworden, dafür die Scheidungsquote umso höher und dadurch wächst natürlich die Zahl der Frauen, die einfach nicht anders können, als auch im finanziellen Bereich Verantwortung zu übernehmen, wenn sie nicht auf der Strecke bleiben wollen. Armut im Alter ist weiblich! Die Durchschnittsrente der Frauen beträgt heute € 681,--! Und Gott sei Dank wächst nach und nach eine Frauengeneration heran, die schon beruflich ihren Mann stehen und selbstbewusst ein anderes Verhältnis zu Geld und Vermögen an den Tag legen. Auch wenn dieser Anteil noch verschwindend gering ist, so steigt er doch kontinuierlich. Frauen werden als Zielgruppe von Banken und Sparkassen entdeckt, die nicht im blauen Anzug mit Beratungsgesprächen hinter dem Schalter im Fachjargon locken, sondern zu besonders exklusiven Events einladen.
Mit Prosecco und Buffet, zarten Düften und einer kleinen Geschichte verwöhnte die Sparkasse Schwarzwald-Baar im Dezember in Villingen-Schwenningen in der neuen Tonhalle ihre Kundinnen. Und mit einem Vortrag unter dem Titel ,,Frauen und Finanzen gehören zusammen", gehalten von Andrea Machost, Direktionsbeauftragte DekaBank Deutsche Girozentrale Luxembourg S.A. (schicker dunkelblauer Hosenanzug, weiße Bluse, top gestylt), einer attraktiven Frau mitten im Leben. Und sollte sie nur die Hälfte der Strategien selbst durchziehen, die sie hier verkündet, ist sie alles andere als arm. Andrea Machost ist der lebende Beweis, dass Geld vielleicht nicht glücklich macht, doch auf jeden Fall nicht automatisch unglücklich und weiß Gott nicht hässlich!
Andrea hat jede Menge Statistiken und Zahlen auf Lager und schafft es locker, Frauen die Angst vor Geld und guten Worten (eines Bankberaters) zu nehmen und doch ist ihre letzte Aussage die
wichtigste: ,,Eine gute Beratung ist absolut wichtig, doch entscheiden Sie nach Ihrem Bauch und tun Sie nichts, was Ihnen Angst macht". Lassen Sie uns gemeinsam in das leidige Thema ,,Geld" einsteigen, über großes und kleines Geld nachdenken und uns gegenseitig mit Tipps helfen. Wir freuen uns auf Ihren Anruf, Ihren Brief oder Ihre Email (siehe rechts oben). Mehr zum Thema in der kommenden ,,typisch frau" am Montag.
Finanzielle Unabhängigkeit größter Wunsch
Bei einer repräsentativen Umfrage unter Frauen zwischen 20 und 60 Jahren, Studie ,,Frauen 2002: Wünsche, Werte, Wirklichkeit", TNS EMNID 09/2002, kam folgendes Ergebnis heraus: 47 % streben nach Karriere, 58 % suchen die feste Partnerschaft, auch ohne Trauschein, 76 % ist das eigene Heim, oder zumindest eine Immobilie das Wichtigste, 82 % suchen ihre Verwirklichung in Hobby/ Freizeit, 84 % in der Vermögensbildung, 85 % möchten die Ehe, den Mann fürs Leben, 88 % wollen Kinder haben und Familie gründen und für 94 % ist die finanzielle Unabhängigkeit der größte Wunsch (Mehrfachnennung möglich). (Quelle:Deka Vermögens Management, Vortrag Andrea Machost). ck
Jede Woche - neues vom Mond
Dass Ebbe und Flut, das Wetter, das Verhalten von Pflanzen und Tieren und unser weiblicher Zyklus irgendwie mit dem Mond zusammenhängen, hat sich schon herumgesprochen. Dabei geht es nicht nur um zu- oder abnehmenden, Voll- oder Neumond, sondern auch noch um ab- und aufsteigenden Mond und seinen jeweiligen Stand in einem Sternzeichen des Tierkreises. Also gar nicht so einfach! Was an welchen Tagen sinnvoll ist und was nicht, zeigt ein Mondkalender an. Jede Woche möchten wir Ihnen die besten Tipps mit an Hand geben. Tipps, die das Leben erleichtern können aber auf keinen Fall schaden. Also, haben Sie sich für diese Woche eine Fensterputz-Aktion vorgenommen, verschieben Sie die ganze Geschichte, denn dafür gibt es laut Mond viel bessere Tage. Gönnen Sie sich stattdessen am Mittwoch oder Donnerstag eine Gesichtspackung, sie ziehen dann besonders gut ein. Und sollten Sie ein paar Pfund zu viel auf den Rippen haben - am Samstag wäre ein idealer Tag weniger zu essen oder gar zu fasten. (Quelle Das Mondjahr 2006, Johanna Paungger und Thomas Poppe).
Barbara Dickmann
