Was macht uns denn wirklich glücklich?

Ein Potpourri lauter Antworten auf die wichtigsten Fragen im Leben

Ein Glückspilz: Macht der Glücklich?

Eine Frage: Sind Sie glücklich?  Aber ja, werden Sie jetzt antworten, wenn auch vielleicht etwas zögerlich.
Doch was ist eigentlich Glück? Hat es etwas mit Wohlstand und Geld zu tun? Schauen wir doch einfach mal, was ziemlich berühmte und intelligente Menschen dazu gesagt haben: „Es stimmt, dass Geld nicht glücklich macht. Allerdings meint man damit das Geld der anderen“, meint George Bernard Shaw, doch dann schränkt der irische Drama-tiker, Schriftsteller und Nobelpreisträger ein:  „Es ist nicht schwer, Menschen zu finden, die mit 60 Jahren zehnmal so reich sind, als sie es mit 20 waren. Aber nicht einer von ihnen behauptet, er sei zehnmal so glücklich.“ Keine Frage: Geld beruhigt und mit Geld ist jede Lebenssituation einfach besser als ohne -  doch das allein bringt es wohl auch nicht. „Glück, das ist einfach eine gute Gesundheit und ein schlechtes Gedächtnis“, meint Ernest Hemingway, US-amerikanischer Schriftsteller. Vielleicht ist das ja die Lösung, doch was ist,

wenn Sie  gesund sind, ein ausge-sprochen gutes Gedächtnis haben und trotzdem glücklich sein wollen? Suchen wir weiter. „Bier ist der Beweis, dass Gott uns liebt und will, dass wir glücklich sind.“ Dieser Spruch stammt von  dem US-Staatsmann, Ökonom und Naturforscher  Benjamin Franklin. Sein Tipp hilft sicher ab und zu, doch was ist, wenn die Ernüchterung kommt? Josephine  Baker sieht das so: „Viele Frauen sind nur auf ihren guten Ruf bedacht! Aber die anderen werden glücklich.“ Die  französische Tänzerin und Sängerin  plädiert also für die Liebe wenn es um das Glück geht. Und von ihr stammt auch der Spruch: „Ich war nicht wirklich nackt. Ich hatte nur keine Kleider an.“ Und dann gibt es Menschen, wie Charles Kettering, Ingenieur, Erfinder, Wissenschaftler und Philosoph  die Glück so formulieren: „Glück ist meist nur ein Sammelname für Tüchtigkeit,Klugheit, Fleiß und Beharrlichkeit.“  Irgendwie hat das, glaube ich, etwas mit dem Beruf zu tun, also macht viel Arbeit auch glücklich? Oder: „Das Geheimnis des Glücks liegt nicht im Besitz, sondern im Geben. Wer andere glücklich macht, wird glücklich.“ André Gide, französischer Schriftsteller und Nobelpreisträger definiert diesen großen Begriff mit einer schwierigen Geschichte, die uns einiges abverlangt. Geben ist seliger als Nehmen, doch hat das nicht auch seine Grenzen? Abraham Lincoln, der 16. Präsident der USA  bringt es vielleicht auf den Punkt: „Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie es sich selbst vorgenommen haben.“

Ein Glückstein mit Marienkäfern - nur ein originell bemaltes Geschenk oder bringt der Wirklich Glück? Bild: Barbara Dickmann

Und hier sind wir wohl wieder beim Pessimisten und Optimisten. Beim Glas, das gleichzeitig halbleer oder halbvoll   sein kann – je nach Sichtweise.
Doch vielleicht kommt ja Glück wirklich erst in unser Leben, wenn wir dafür bereit sind. Und solange uns das große Glück nicht begegnet, erfreuen wir uns einfach an dem Lachen unserer Kinder,  genießen den Spaziergang am Morgen, erfreuen uns an den ersten Vorboten des Frühlings - erleben einfach ganz bewusst die  kleinen Glücksmomente, die der Tag oft genug bietet. Und wenn Sie dann noch drei Körbe Wäsche als besondere Fitnessübung ansehen, den Anruf der Schwiegermutter mit einem Lächeln auf den Lippen ertragen und die letzte, wahnsinnig hohe Stromrechnung mit dem Gedanken bezahlen, doch jetzt wieder zur Gewinnmaximierung eines wichtigen Konzers einen wertvollen  Beitrag zu leisten, sind Sie schon ganz ganz weit – viel, viel weiter als ich!