Werden Sie Managerin

 

Ohne Moos nix los - oder: Besser Gesund und Reich als Arm und Krank. Bild: B. Dickmann

Anja ist Ende 30, arbeitet halbtags, versorgt Kind und Kegel und verwaltet das, was vom Familieneinkommen für den Haushalt übrig bleibt. Anja ist ständig blank. Monat für Monat das gleiche Spiel. Immer ist ihr Konto in den roten Zahlen. Dabei kauft sie doch nur beim Discounter, hat keine Designer-Klamotten und das Familienauto ist auch relativ bescheiden (was man bei uns so Bescheiden nennt). Geld ist irgendwie nicht ihr Ding. ,,Du kannst nicht damit umgehen," predigt ihre Mutter ständig und erzählt dann von früher und wie sie mit viel weniger Geld viel besser über die Runden gekommen ist. Das nervt! Und doch beschließt Anja, das zu ändern, gemeinsam mit ihrer Freundin, die keine Familie hat und trotzdem genauso knapp bei Kasse ist. Doch wie - ist hier die große Frage? Wie kann ich weniger ausgeben, vielleicht sogar noch Geld anlegen und trotzdem nicht den Spaß verlieren? Eine Familie ist ein Unternehmen. Um wirtschaftlich zu arbeiten, muss man die Einnahmen erhöhen, effektiver arbeiten und die Ausgaben senken. Sie sind der Manager und müssen genau wissen, was in Ihrer Firma passiert. Verschaffen Sie sich einen Überblick! An einem kalten Winterabend legen sie los. Anja und ihre Freundin machen Kassensturz. Wie viel Geld kommt rein, wie viel geben sie aus und wofür eigentlich? Gibt es irgendwo ein Sparbuch, ein Sparschwein, haben sie noch Schulden oder umgekehrt, haben sie vielleicht Geld verliehen?
Da schlummern tatsächlich einige hundert Euro auf einem längst vergessenen Sparbuch, doch bei den Ausgaben kriegt Anja fast die Krise. Denn das, was monatlich, vierteljährlich oder jährlich abgebucht wird, läppert sich zu einem Riesenbatzen. Anja fasst sich an den Kopf. Müssen die Versicherungen wirklich alle sein? Drei Zeitungen haben sie abonniert und lesen eigentlich nur den SÜDKURIER! Und der Beitrag für den Sportverein, den keiner mehr besucht, wird immer noch abgebucht! Anja rechnet nach - ein paar hundert, vielleicht sogar ein Tausender aufs Jahr sind sicher drin, ohne dass auf irgendetwas verzichtet werden muss. Auch Anjas Freundin ist entsetzt und wühlt in ihrer Geldbörse. Gott sei Dank, die EC-Karte ist noch da. Doch wer, um alles in der Welt holt so viel Bares Monat für Monat ab? ,,Na du," sagt Anja und lächelt milde. Hier mal ein neues T-Shirt aus dem Sonderangebot, da mal ein neues Teelicht

und an diesem Wichtelmännchen aus Filz kann man doch nicht vorbeigehen? ,,Deine Wohnung gleicht einer Geschenkboutique," lästert Anja und ihre Freundin macht ein saures Gesicht. Und nun? Was weiter tun?
Guter Rat muss hier nicht teuer und vor allen Dingen nicht kompliziert sein. Hier der 10-Prozent-Trick von Finanzprofi Markus Frick aus Sinsheim: ,,Immer wenn Sie Geld abheben oder Extra-Einnahmen haben, legen Sie 10 Prozent davon in eine extra Börse".
Anjas Freundin ist begeistert, das Geld wäre ohnehin weg! Und so hat sie es am Ende des Monats oder gar am Ende des Jahres in einem Batzen. Doch Anja geht das nicht weit genug. Sie will den zweiten Rat vom Finanzprofi durchhalten. Er lautet: Lassen Sie sich für einen Monat lang Belege für alles geben, was sie kaufen und schauen Sie sich abends in Ruhe an, was sie wofür bezahlt haben. Selbst Kleinbeträge läppern sich schnell, wenn sie nebenbei ausgegeben werden. Heben Sie im nächsten Schritt zu Monatsbeginn den Betrag für die laufenden Ausgaben ab und lassen Sie EC- und Kreditkarte zu Hause. Das spart enorm! ,,Geld macht doch glücklich! 90 Prozent aller Probleme haben mit Finanzen zu tun", sagt Markus Frick, ehemaliger Bäcker und heutiger Multimillionär aus Sinsheim. Und was er drauf hat, ist wirklich unglaublich. Denn das wichtigste ist wohl, unsere Einstellung zum Geld zu ändern. ,,Lernen Sie, den Wert des Geldes zu schätzen. Versuchen Sie, Geld mit Spaß zu verdienen und verlassen Sie sich nicht nur auf Ihre Hausbank." Selbst ist die Frau, informieren Sie sich über die unterschiedlichsten Anlagevermögen und nehmen Sie Ihre Finanzen selbst in die Hand. Schon nach kürzester Zeit werden Sie die ersten Erfolgserlebnisse haben. ,, Setzen Sie sich realistische Ziele. Nicht die Million auf dem Konto ist wichtig, sondern die finanzielle Unabhängigkeit!" Doch denken Sie um. Statt ,Geld ausgeben`, programmieren Sie ihr Gehirn auf ,Geld einnehmen`. (www.markus-frick. de)Anja und ihre Freundin brauchen keine Millionen, doch finanzielle Unabhängigkeit ist schon ein Zauberwort für sie. Und egal ob krank oder gesund, ob alt oder jung - mit Geld lebt es sich einfach besser als ohne.
Das Thema interessiert - wir bleiben am Ball. Wo? Natürlich auf Ihrer Seite ,typisch frau`.
Wer sich um sein Geld kümmert, hat meistens welches
Wussten Sie, dass das Senken der Wohnungstemperatur um nur 1 Grad eine Heizkostenersparnis von 6 % bringt. neue Geschirrspüler und Waschmaschinen direkt an die Warmwasserleitung angeschlossen werden können und dadurch ca. 20 % Energie beim Aufheizen des Wassers einsparen. Bewegungsmelder nicht nur gut gegen Einbrecher sind, sondern verhindern, dass im Flur, Keller oder Dachboden oft unbemerkt das Licht die ganze Nacht über brennt? ein anderer Fahrstil bis zu 30 % Treibstoff spart (siehe ADAC)? bei Lebensgemeinschaften eine Haftpflicht-

versicherung für beide reicht? Versicherungsbeiträge jährlich, statt vierteljährlich gezahlt, weniger kosten? Fernseher und DVD-Player an eine Steckerleiste mit Kippschalter angeschlossen, bis zu 60 € pro Jahr Stromkosten einsparen, da sie dann auf einmal ausgeschaltet werden können und nicht auf Stand-by laufen? schon bei 60 Grad Keime abgetötet werden und die Wäsche sauber wird? Kostenersparnis zur Kochwäsche mit 90 Grad € 90,-- pro Jahr. Und wer von 60 auf 30 Grad umsteigt, spart zusätzlich € 30,-- pro Jahr. Sie alle zehn Jahre ihren Kindern Geld schenken können, um so die Erbschaftssteuer zu umgehen? eine Mietkaution auch von ihrem Vermieter in Rentenfonds angelegt werden kann, anstatt auf dem Sparbuch zu wesentlich geringeren Zinsen? manchmal auch ihr Chef bereit ist, Ihnen ein Darlehen zinslos oder zu absoluten Niedrigzinsen zu geben? Und fragen kostet nichts! (Quelle Finanzgruppe Sparkasse Geld und Haushalt).

Reaktionen:
Keine Frage: Thema Geld interessiert das gesamte SÜDKURIER-Land. Einige Leserinnen fragten gleich nach einem Vortrag, den wir natürlich gerne organisieren. Unsere Referenten werden die verschiedenen Anlageformen vorstellen, die Frauen einfach mögen. Wann? Das erfahren Sie natürlich in ,typisch frau` . Und wie versprochen, wird der Vortrag nicht nur in Villingen-Schwenningen, sondern auch in Waldshut-Tiengen und Singen gehalten werden. Ck.

Jede Woche - neues vom Mond
Dass Ebbe und Flut, das Wetter, das Verhalten von Pflanzen und Tieren und unser weiblicher Zyklus irgendwie mit dem Mond zusammenhängen, hat sich schon herumgesprochen. Dabei geht es nicht nur um zu- oder abnehmenden, Voll- oder Neumond, sondern auch noch um ab- und aufsteigenden Mond und seinen jeweiligen Stand in einem Sternzeichen des Tierkreises. Also gar nicht so einfach! Was an welchen Tagen sinnvoll ist und was nicht, zeigt ein Mondkalender an. In loser Folge möchten wir Ihnen die besten Tipps mit an Hand geben. Tipps, die das Leben erleichtern können. Und wenn nicht, dann schaden sie auf keinen Fall. Also, müssten Ihre Haare dringend geschnitten werden, dann planen Sie die ganze Geschichte bis einschließlich Mittwoch. Sollte eine Fensterputz-Aktion anstehen, dann legen Sie sie auf den Freitag oder Samstag. Es gelingt einfach müheloser und als Reinigungsmittel genügt Wasser mit einem Schuss Spiritus. Am Freitag, am besten nach dem Fenster putzen, könnten Sie auch noch eine Finger- und Zehennagelpflege einplanen - der Mond hilft dabei. (Quelle Das Mondjahr 2006, Johanna Paungger und Thomas Poppe).

Barbara Dickmann