Negatives im Feuer verbrennen

- Die Rauhnächte: Seminar mit Angelika Ertle in Bräunlingen gibt Platz für Neues -

Angelika Ertle, Heilpraktikerin veranstaltet jedes Jahr ihr Rauhnächte-Seminar. Bild: Privat

Angelika Ertle, Krankenschwester, Heilpraktikerin mit eigener Praxis und Mutter von drei Kindern, glaubt an die mystische Kraft der Rauhnächte. Am 5. (von 15. 20 Uhr) und 6.1. (von 10 - 18 Uhr) will sie in einem Kreis von Frauen Negatives im Feuer verbrennen und Neues

einladen. Ganz gezielt und von innen heraus einen Jahresplan gestalten und die Kraft des Gebetes vermitteln. Wo: Im Seminarraum Firma Weick in Bräunlingen. Kosten: € 160,-- für beide Tage, wobei auch nur ein Tag möglich ist. Vermittlung von Übernachtung vor Ort möglich. Kontakt: ertle@heil-seminar.de, Tel. 07654-8307.
Als Rauhnächte bezeichnet man die 12 Nächste zwischen dem Heiligen Abend und dem Fest der Erscheinung des Herrn (6. Januar). Der Name ,,Rauhnacht" kommt einerseits vom Räuchern und andererseits von ,,Rau", den wilden Dämonen, die in diesen Nächten ihr Unwesen treiben. Historisch und nicht aus kirchenhistorischer Sicht betrachtet, sind die Rauhnächte ein heidnisches Ritual. Erst Karl der Große machte in Mitteleuropa um 800 das Weihnachtsfest zum Kirchenfest. Nach altem Volksglauben bricht Wotan an

Silvester mit den Toten zur wilden Jagd auf. Das Geisterreich steht offen und die Seelen der Verstorbenen sowie die Geister haben Ausgang. Dämonen können Umzüge veranstalten oder mit der wilden Jagd durch die Lande ziehen. Tiere im Stall sollen um Mitternacht die menschliche Sprache sprechen und über die Zukunft erzählen. Die Rauhnächte sind für das Durchführen von Orakeln sehr geeignet. Einige Rauhnächte galten als derart gefährlich, dass sie mit Fasten und Beten begangen wurde. Frauen und Kinder sollten nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr alleine auf der Straße sein. Andererseits galten die Rauhnächte für unverheiratete Frauen als eine Gelegenheit, um Mitternacht an einem Kreuzweg oder einem anderen magischen Ort ihren künftigen Bräutigam zu sehen. (Quelle: Wikipedia, die freie Enzyklopädie).

Barbara Dickmann