
Maria Kienzler blickt auf die
ganze Geschichte der Frau
Sind Frauen wirklich das schwache Geschlecht? Sind wir Menschen zweiter Klasse? Und wie ist eigentlich unsere Stellung vor 3000, vor 2000, vor 100 Jahren und heute? Montag, 5. September, 19 Uhr, im kleinen Pfarrsaal in Triberg. Maria Kienzler, Religionspädagogin aus Schonach hat die Bibel in der Hand, während sie diese Fragen stellt. Knapp 20 Frauen sind auf Einladung des katholische Frauenbund gekommen, um knapp zwei Stunden darüber nachzudenken.....
Keine Frage: In der Steinzeit sind die Männer das starke Geschlecht. Sie gehen auf die Jagd , während die Frauen die Kinder hüten, die Höhle versorgen und kochen. „Doch in der Bibel finden wir auch Spuren auf die Herrschaft der Frauen, denn dort heißt es `der Mann wird Vater und Mutter verlassen und seiner Frau folgen`“, sagt die Religionspädagogin. Und auch heute gäbe es in Afrika noch Stämme, wo die Frauen auf die Jagd gingen und die Männer zu Hause bei den Kinder blieben.
Und heute? Heute haben die Frauen die besseren Abiturnoten, uns regiert eine Bundeskanzlerin und trotzdem leben wir immer noch in einem Patriarchat – einer Männerherrschaft, die hoffentlich auf dem Weg in ein partnerschaftliches Miteinander sei.
„Man merkt es sehr deutlich an der Sprache, dass sich noch viel verändern muss, denn es gibt nur eine Herrschaft und keine „Frauschaft“, nur eine Fußballmannschaft und keine Fußballfrauschaft“. Und doch hat sich gerade im letzten Jahrhundert ungeheuer viel bewegt. Knapp 20 Frauen nicken zustimmend. Viele haben den Aufbruch der Frauen miterlebt, haben noch Großmütter gehabt, die nicht zu Veranstaltungen oder in eine Gaststätte gingen. Die keine Ausbildung hatten und deren Leben aus stricken, flicken, nähen, Kinder, Küche bestand. „Viele Umbrüche sind durch die Weltkriege entstanden – alles Böse hat auch sein Gutes gehabt“, sagt Maria Kienzler. Doch ihre Zuhörerinnen schwelgen weiter in Erinnerungen, die heute mehr als seltsam klingen. Frauen durften erst um 1910 öffentlich baden, als die ersten Ganzkörper-Badeanzüge auf den Markt kamen, die älteren trugen Kopftücher und ohne Hut in die Kirche zu gehen, war ein Unding. Und hatten ganz wenige Frauen es tatsächlich geschafft zu studieren, bekamen sie keine Anstellung. Nur, wenn die Kuh krank war, wurde der Arzt gerufen, nicht bei der Frau, sie zählte nicht halb so viel. Auf der Bank vor dem Tisch war der angestammte Platz der Mädchen und Frauen. Warum? Damit sie schnell aufspringen konnten, um die Männer zu bedienen. „Und doch waren die Frauen nicht unzufrieden“, wirft eine Zuhörerin ein. Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten und bringt die Sache auf den Punkt: „ Frauen hatten ja keine Wahl, sie konnten nicht aufbegehren, hatten viele Kinder, waren völlig abhängig vom Mann und zudem auch noch so erzogen worden!“ Und Frauen hatten vor allen Dingen die Pflicht, einen männlichen Erben zu gebären. Und wenn nicht? Dann war Holland in Not, denn weibliche Nachkommen waren nicht erbberechtigt.
Frauen ohne Kinder wurden verachtet, Frauen durften vor Gericht nicht aussagen und spielten im Gottesdienst keine Rolle.
Noch in den 80iger Jahren konnten Frauen aus der Region nicht in die Feuerwehr, nicht in den Narrenrat und noch vor gut zehn Jahren spielten ausschließlich Männer in der Berliner Philharmonie. Frauen als Musiker waren absolute Notbesetzung. Jesus war dagegen sehr fortschrittlich. Mindestens sechs Frauen waren immer bei ihm, er heilte sie, taufte sie, gab ihnen sogar die Erlaubnis zu predigen und schickte sie nicht zum Essen in die Küche. Frauen wurden Gemeindeleiter- und PurpurhändlerInnen – ein Skandal in der damaligen Männergesellschaft. Doch die Bibel ist ein einziges Männerwerk, kein Wort wurde von einer Frau geschrieben, weil sie es gar nicht konnten.
Zugegeben, an diesem Abend ging es weniger um Religion, dafür umso mehr um die Geschichte der Frau in der Gesellschaft, in der Vergangenheit wie in der Gegenwart. „Wir haben uns viel erkämpft, wenn auch nicht in allen Bereichen und ganz besonders nicht im kirchlichen“, sagt Maria Kienzler zum Abschluss, „doch wir Frauen können viel bewirken durch unser Tun.“ Tun wir es!
Flohmarkt fĂĽr den guten Zweck
Am 17. September fand im Rahmen der ehrenamtlichen Vortragsreihe „Neue Perspektiven“, die von Marianne Mack, Frau des Europa-Park Chefs Roland Mack, initiiert wurde und von typisch frau-Autorin Barbara Dickmann begleitet wird, der erste Flohmarkt für den guten Zweck in der Gärtnerei im Europa-Park statt. Es war ein voller Erfolg. Von 10 Uhr bis um 20 Uhr verkauften ehrenamtliche Helfer Bücher, Kleidung, Kunst und Krempel. Aus dem Erlös wird auch eine Familie unterstützt, die einen voll pflegebedürftigen Angehörigen seit etlichen Jahren zu Hause betreut.
Noch in den 80iger Jahren konnten Frauen aus der Region nicht in die Feuerwehr, nicht in den Narrenrat und noch vor gut zehn Jahren spielten ausschließlich Männer in der Berliner Philharmonie. Frauen als Musiker waren absolute Notbesetzung. Jesus war dagegen sehr fortschrittlich. Mindestens sechs Frauen waren immer bei ihm, er heilte sie, taufte sie, gab ihnen sogar die Erlaubnis zu predigen und schickte sie nicht zum Essen in die Küche. Frauen wurden Gemeindeleiter- und PurpurhändlerInnen – ein Skandal in der damaligen Männergesellschaft. Doch die Bibel ist ein einziges Männerwerk, kein Wort wurde von einer Frau geschrieben, weil sie es gar nicht konnten.
Zugegeben, an diesem Abend ging es weniger um Religion, dafür umso mehr um die Geschichte der Frau in der Gesellschaft, in der Vergangenheit wie in der Gegenwart. „Wir haben uns viel erkämpft, wenn auch nicht in allen Bereichen und ganz besonders nicht im kirchlichen“, sagt Maria Kienzler zum Abschluss, „doch wir Frauen können viel bewirken durch unser Tun.“ Tun wir es!
Flohmarkt fĂĽr den guten Zweck
Am 17. September fand im Rahmen der ehrenamtlichen Vortragsreihe „Neue Perspektiven“, die von Marianne Mack, Frau des Europa-Park Chefs Roland Mack, initiiert wurde und von typisch frau-Autorin Barbara Dickmann begleitet wird, der erste Flohmarkt für den guten Zweck in der Gärtnerei im Europa-Park statt. Es war ein voller Erfolg. Von 10 Uhr bis um 20 Uhr verkauften ehrenamtliche Helfer Bücher, Kleidung, Kunst und Krempel. Aus dem Erlös wird auch eine Familie unterstützt, die einen voll pflegebedürftigen Angehörigen seit etlichen Jahren zu Hause betreut.
