Margot Schwörer und ihr Team setzen sich am 8. September mit ihrer Friseuraktion wieder erfolgreich für krebskranke Kinder ein.
Jedes Jahr werden 2000 Kinder und Jugendliche mit einer Nachricht konfrontiert, die ihr Leben verändert. "Du hast Krebs!" lautet sie und damit beginnt von heute auf morgen ein völlig anderer Lebenszyklus. Krankenhausaufenthalte, Chemo-, Strahlen- und Immuntherapie. Nach dem Schock beginnt eine Zeit voller Hoffnung auf Heilung und voller Angst vor dem Tod. Krebserkrankungen sind die zweithäufigste Todesursache im Kindes-alter.
"Helfen hilft", ist das Motto des Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Freiburg. Er unterstützt betroffene Eltern bei der Betreuung ihrer Kinder und finanziert Personalstellen im Bereich der Onkologie, um die Heilungschancen zu verbessern. 1995 wird ein besonderes Elternhaus mit 22 Zimmern und 45 Betten eröffnet, damit die Eltern ihren kranken Kindern nahe sein können. Mit mehr als 1000 Übernachtungen ist es schon bald überlastet. Im April 2005 wird ein Anbau mit 19 Zimmern und weiteren 28 Betten eingeweiht. Betroffenen Eltern stehen heute 41 Zimmer mit 73 Betten zur Verfügung. Monatliche Unterhaltskosten: ca. € 25.000,--. Sie werden ausschließlich aus Spendengeldern finanziert.
Auch Margot Schwörer aus Hüfingen kennt das Leben und den Kampf. Als alleinerziehende Mutter und selbstständige Friseurmeisterin ist das Leben nicht immer leicht. Und doch gibt es einen gewaltigen Unterschied: Margot Schwörer konnte immer agieren, war nie machtlos einer Krankheit ausgeliefert, die das Leben ihres Kindes bedrohte. Margot Schwörer
hilft! Ihr Motto: Arbeiten und helfen. Ihre Aktion seit 4 Jahren: Haare schneiden für krebskranke Kinder. Mit dabei: Ihr gesamtes Team, viele Hüfinger und viele "typisch frau"- Leserinnen und -Leser . Ihr Termin: Immer im September, wenn Hüfingen zum Töpfermarkt rüstet. Ihre Erfolgsbilanz vom 8. September: € 1.219,60. ,,Es war, wie immer, ganz toll", sagt sie und dabei lacht und weint sie fast zur gleichen Zeit. Die Menschen haben gewartet, haben Kaffee getrunken, Hefezöpfe mitgebracht, waren fröhlich und völlig begeistert von ihrer Aktion. Und ihre Mitarbeiterinnen waren einfach großartig. Seite an Seite mit der Chefin nach Feierabend und in der Freizeit ausschließlich für einen guten Zweck zu arbeiten ist einfach Klasse.
Was wäre Hüfingen ohne seinen Töpfermarkt und was wäre der Töpfermarkt ohne Margot Schwörer und ihre Mitarbeiterinnen und ohne ihre Aktion. Die Planung für das nächste Jahr steht - für den Töpfermarkt wie für Margot Schwörer.
Barbara Dickmann
