Kinder und Handy - notwendig oder überflüssig Bild: sxc.hu
Manuela U. telefoniert gerne. Doch Schnurlostelefone (DECT-Telefone) gibt es in ihrem Haus nicht mehr. Leider! Sagen die Kinder. Auch gibt es nur noch ein halbschnelles Internet. WLAN ist die Ausnahme und meistens abgeschaltet. Leider! Sagen die Kinder. Es hilft nichts. Manuela wird davon krank, da ist sie ganz sicher (siehe "typisch frau" vom 31.3.). Und Manuela ist darüber gar nicht glücklich. Sie ist weder fanatisch, noch gegen den Fortschritt. Doch die zu-nehmende E-Smogbelastung, die gepulsten Hochfrequenzstrahlungen, die in der Natur nicht vorkommen, verträgt sie einfach nicht. Mobilfunk macht Manuela U. krank.
"Alle Lebensvorgänge sind gesteuert über und gebunden an elektromagnetischen Schwingungen. Jede lebende Zelle, jeder Gesamtorganismus ist sowohl Sender wie Empfänger elektromagnetischer Strahlung im Mikrowellenbereich. Künstliche Mobil-funkwellen greifen genau in den Frequenzbereich natürlicher, biogener, elektromagnetischer Schwingungen ein", sagt Dr. med. Wolf Bergmann, Facharzt für Allgemeinmedizin in Freiburg und Mitinitiator des Freiburger Appells, der sich seit Jahren mit diesem Thema beschäftigt. Er steht nicht alleine da. Ärzte und Forscher warnen seit Jahren weltweit.
Sie warnen vor Störungen im Hormon- und Nervensystem, die Schlafstörungen, Kon-zentrationsstörungen, Kopfschmerzen,
Migräne zur Folge haben. Vor der Schwächung des Immunsystems mit Infektanfälligkeit, Allergien, Leukämie. Vor Herzinfarkt, Schlaganfall, Sauerstoff-mangel, Erschöpfung. Vor Tumoren, Missbildungen, Vergiftungen, Alzheimer und Parkinson... Die Liste ist lang und die Liste der passenden Hilfen ebenso. Denn wenn der Mast einmal steht, kann man nur noch reagieren. Da gibt es Abschirmfarbe, Abschirmvlies und Armierungsgewebe, Abschirmtapete für Wände und Boden. E-Smog-Insektenschutzgitter für Fenster und Türen, Abschirmputz und -platten für die Decke. Spezielle Gardinen, Vorhänge und sogar einen Bettbaldachin. Und sollten Sie gerade ein Haus bauen, gibt es natürlich noch spezielle Elektroinstallationen, Anschlussleitungen und, und, und... um sich vor niederfrequenten Strahlungen, die unsichtbar den Weg ins Haus finden, zu schützen. Mit einem Wort: Der Rubel rollt.
Manuela U. hat damit begonnen, ihr Haus abzuschirmen. Doch macht Mobilfunk wirklich krank? Diese Frage wurde schon etliche Male im SÜDKURIER behandelt. Vielleicht sollte man sie umformulieren in: Machen mich, mein Kind, mein Mann Mobilfunk krank? Denn wie so oft im Leben gibt es nicht nur schwarz oder weiß, kann der eine locker wegstecken, was den anderen niederwirft. Dass Kinder in jedem Fall anfälliger sind als Erwachsene, bleibt wohl unbestritten. Und vielleicht sollte man genau unter diesem Aspekt, Schulen und Kindergärten schützen, ein Handyverbot unterstützen und sich genau überlegen, ob unsere Kinder diese wunderbare Erfindung der Neuzeit wirklich brauchen.
Möchten Sie sich informieren? Hier die wichtigsten Internet-Adressen zum Thema Elektrosmog/Mobilfunk:
www.ises-suedbaden.de, www.igumed.de, www.buergerwelle.de, www.der-mast-muss-weg.de, www.umweltinstitut.org., www.wissenschaft-unzensiert.de, www.elektrosmognews.de, www.maes.de, www.umts-mast.de, www.UMTSNO.de.
Mikrowellen-Syndrom
- Von einem Leben im Funkloch -
Zugegeben, was jetzt kommt, ist wirklich extrem und kaum zu glauben. Es geht um einen Mann. Sein Name: Ulrich Weiner (30). Sein Beruf: Selbständiger Unter-nehmensberater Telekommunikation, was bedeutet, dass er für seine Kunden Optimierungen für Telefonkosten erstellt. Elektronik und kabellose Datenübertragung waren schon immer sein Ding. Schon mit 15 baute er gemeinsam mit einem Freund eine Vertriebsfirma von Mobiltelefonen auf. Dann kommt die eigene Firma. Ulrich Weiner hat Erfolg und telefoniert den ganzen Tag. Womit: Natürlich mit seinem Handy. Erste, gesundheitliche Probleme führt er auf die Strahlung zurück. Er glaubt, hochgradig sensibel zu sein und wechselt das Betreibernetz. Im Oktober 2001 erleidet er während einer Tagung einen schweren körperlichen Zusammenbruch: Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen, Hörsturz, Erbrechen, Durchfall. Die Ärzte diagnostizieren Herz-Kreislauf-Desregu-lation mit Zusammenbruch des körper-eigenen Abwehrsystems. Auf dieser Tagung telefonierten die Teilnehmer ständig mit dem Handy. Das überzeugt Ulrich Weiner. Anfälle dieser Art wiederholen sich und Ulrich Weiner ist sich sicher, er leidet an dem sogenannten Mikrowellensyndrom. Ulrich Weiner hält es zu Hause nicht mehr aus. Er kauft einen Wohnwagen und zieht damit von Funkloch zu Funkloch. Sein Auto hat eine Strahlenschutzverglasung und er selbst trägt einen weißen Schutzanzug und eine Kopfbedeckung, sobald er in "verstrahltes" Gebiet kommt. Einkaufen oder Kino-besuche sind für ihn ein Risiko und ein Leben in der Stadt ist für ihn unmöglich. Ulrich Weiner arbeitet inzwischen nicht mehr in seinem Beruf, sondern hält Vorträge auf Veranstaltungen und in Schulen über die Wirkungen des Elektrosmogs! (Quelle: Internet)
Barbara Dickmann
