Tochter und Mutter - Janina Jauch und Dr. Petra Mommert-Jauch
Die Mutter ist Sportlerin und die Tochter Künstlerin! Zwei Frauen, die durch die Weltgeschichte schwirren – von einem beruflichen Erfolg zu nächsten. Beide verbindet nicht nur eine sehr gute Mutter-Tochter-Beziehung, sondern seit neuesten auch die gemeinsame Arbeit. Doch was sie zusammengeführt hat, sind weder besondere sportliche Aktivitäten oder künstlerische Hochleistung. Es sind die kleinen grauen Zellen, die uns manchmal ganz schön im Stich lassen, die wir aber genauso trainieren können wie unsere Muskeln.
Dr. Petra Mommert-Jauch, die Mutter und bekannte typisch frau-Referentin (siehe Infokasten), hat mittlerweile 14 Bücher im Gesundheitsbereich geschrieben. Sie gilt als Expertin und ihr Verlag bittet sie, ein Buch zum Thema Gehirntraining zu schreiben. Neben den neuesten wissenschaftlichen und fundierten Erkenntnissen soll es um Präventivbehandlungen gehen, aber auch um Methoden, wenn es bereits Probleme in Richtung Demenz oder Parkinson gibt. Und die vielleicht sogar schon verloren gegangene Fähigkeiten wieder teilweise erlernbar machen. Es soll ein Buch für den Endverbraucher werden, leicht verständlich und praxisnah und mit Übungen die helfen, das Gehirn aktiv zu halten. Der Leser soll sich quasi selbst behandeln können.
Ein spannendes und ungeheuer wichtiges Thema in einer Zeit, in der wir alle älter werden und das Schreckgespenst eines Tages nicht mehr zu wissen, ob wir die
Suppe mit der Gabel oder dem Löffel essen müssen, in unseren Köpfen schwirrt.
Petra Mommert-Jauch denkt sofort an ihre Tochter Janina – die Musikerin (siehe Info-Kasten). Denn Gehirntraining hat immer etwas mit Bewegung zu tun und gerade Fingerübungen leisten unglaublich viel Sauerstoffbewegung im Gehirn. Sie sind regelrechte Gehirngymnastik und wussten Sie, dass Klavierspieler länger leben? Janina ist sofort dabei und so ist „Fit im Kopf“ - das erste Mutter-Tochter-Buch entstanden, das unsere kleinen grauen Zellen auf Vordermann bringen will. Ist das nicht unglaublich, dass die Länge aller Nervenbahnen in Ihrem Gehirn etwa 5,8 Millionen Kilometer beträgt und man damit glatt die Erde 145 Mal umrunden könnte? Keine Frage: Unser Gehirn ist eines der komplexesten und aktivsten Organe des Körpers. Es hat bei Frauen ein mittleres Gewicht von 1245 g und bei Männern von 1375 g. Doch deshalb sind unsere Intensivsozialpartner nicht intelligenter als wir! Denn was zählt, ist die Relation zum Körpergewicht. Und die beträgt in der Regel etwa zwei Prozent.
Menschliche Intelligenz lässt sich in eine „flüssige“ und eine „kristallisierte“ Intelligenz unterscheiden. Für die kristallisierte müssen wir nichts tun – sie kommt von ganz alleine und basiert auf unseren Erfahrungen und dem Wissen, das wir im Laufe unseres Lebens gesammelt haben. Bei der „flüssigen“ sieht die ganze Geschichte schon anders aus. Denn sie bestimmt, wie schnell und präzise wir Informationen speichern und verarbeiten. Und genau die wird am schnellsten abgebaut. Schon fünf Tage faulenzen können einen Intelligenzverlust von fünf Punkten nach sich ziehen. Der beste Weg, den Geist fit zu halten und sich vor Krankheiten wie Demenz zu schützen, ist, für ein gut vernetztes Gehirn zu sorgen. Die Lösung: runter von der Couch und rein in Bewegungen, bei denen wir auch geistig gefordert werden. „Bewegung hat Einfluss
auf den Körper, aber auch auf psychische und biochemische Vorgänge im Gehirn“, sagt Dr. Petra Mommert-Jauch, vielschichtige Powerfrau mit viel Erfahrung. Doch Bewegung gekoppelt mit Denken lässt immer wieder neue Gehirnstrukturen bilden und nur so bleiben wir auf Dauer und bis ins hohe Alter geistig fit. In einem dreistufigen Übungsprogramm haben Petra Mommert-Jauch und Janina Jauch die unterschiedlichsten Bewegungskombinationen entwickelt, die immer in drei große Zielbereiche unterteilt sind. Für Konzentration und Stressabbau, für bessere Denk- und Gedächtnisleistung und für kreatives Denken. Denn jeder neue, unbekannte Reiz stimuliert Ihre Informationsverarbeitung. Gehen Sie raus aus der Spur, heißen Sie Ungewohntes und Neues willkommen und nutzen Sie die Wandlungsfähigkeit des Gehirns – sind die Botschaften dieses Buches. Die von Janina entwickelten Fingerübungen können im Büro im Wartezimmer, im Theater ausgeführt werden. Sie sind der direkte Draht zu unseren kleinen grauen Zellen und versorgen sie sofort mit frischem Sauerstoff. Auch wenn es in unseren Ohren noch etwas seltsam klingt, nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen reichen schon wenige Minuten täglich um schon erste Erfolge zu erzielen – egal wie es um unsere kleinen grauen Zellen steht. Petra und Janina – Mutter und Tochter sind durch die gemeinsame Arbeit noch näher aneinander gerückt. Und irgendwann bei einem Telefongespräch sagte die Tochter zur Mutter: „Mama, als ich ein Teenager war, da warst du für mich kein Vorbild – aber jetzt bist du es“. Viel schönere Komplimente kann es nicht geben.
Barbara Dickmann
