Was Süßes für die Seele




Statt Pölsterchen:
Neuer Süßstoff "Stevia" zugelassen
Keine Frage: Weihnachten hat seine Spuren hinterlassen. Die Lieblingsjeans geht nur noch mit Mühe zu und Hüfthosen sind nur noch mit langen, weiten Oberteilen einigermaßen ansehnlich zu tragen. Das ist nicht schön – um es mal gelinde auszudrücken. Was zu tun ist, wissen wir genau – mehr bewegen, keine Süßigkeiten, kein Alkohol, so vollwertig wie möglich essen.....Doch etwas Süßes braucht die Seele und da interessiert doch folgende Nachricht, die das Leben ein wenig versüßt und nicht gleich auf den Hüften landet.
Im Dezember ist ein neues Süßungsmittel mit dem unaussprechlichen Namen „ Steviolglycoside“ in der EU zugelassen worden, das umgangssprachlich in Stevia umgetauft wurde. Es wird aus der Pflanze „Stevia rebaudiana“ gewonnen, die auch als „Süß-“ oder „Honigkraut“ bekannt ist. Stevia ist zweihundert- bis dreihundertfach süßer als Saccharose und enthält keine Kalorien. Die Tagesdosis von 4 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht gilt als unbedenklich. Stevia ist unter der Bezeichnung „Lebensmittelzusatzstoff E 960“ zugelassen.

Sie finden ihn im Speiseeis, Zubereitungen aus Obst, Gemüse, Konfitüren und Gelees, Süßwaren oder Knabbereien auf Kartoffel-, Getreide-, Mehl- oder Stärkebasis und bald auch in Limonaden. Stevia gibt es außerdem als Flüssigkeit, Pulver oder Tablette, ist also auch zum Backen und Kochen geeignet. Es könnte auch für Menschen mit Diabetes eine Alternative zu Haushaltszucker und synthetischen Süßstoffen sein. Die Deutsche Diabetes-Hilfe empfiehlt diesen Süßstoff allerdings nur bedingt, da die Gefahren einer Überdosierung nach wie vor ungeklärt und die Dosierung für den Verbraucher schwer zu kontrollieren sei. Doch Süßstoffe sollten generell nur maßvoll angewendet werden und Lebensmittel, die Süßstoffe enthalten, sind deshalb nicht unbedingt gesünder (Quelle diabetesDE). Fazit: Egal ob Rotwein, Schwarzwälder Kirschtorte oder eben Süßstoff - wie immer im Leben kommt es wohl auch hier auf die richtige Dosis an.