Sie blüht noch im Oktober - die Ringelblume oder Calendula. Bild: www.aboutpixel.de
Die Ringelblume (oder Calendula) blüht auch noch im Oktober in Ihrem Garten. Äußerlich wird sie als Umschlag, Tinktur, Öl oder Salbe bei schlecht heilenden Wunden, Hautentzündungen, Exzemen, Wundliegen, Brandwunden und Krampf-adergeschwüren eingesetzt. Innerlich als
Tee angewendet hilft die Ringelblume bei Magen- und Darmbeschwerden, Gallen-problemen und Menstruations-beschwerden.
Für den Tee die Blüten der Ringelblume klein schneiden. Ein Hand voll Blüten mit gekochtem Wasser übergießen, abgedeckt zehn Minuten ziehen lassen und danach abseihen. Für eine Tinktur zwei Hände voll Ringelblumenblüten mit hochprozentigem Alkohol aufgießen. Drei Wochen an einem sonnigen und warmen Standort ziehen lassen. Durch gelegentliches Schütteln ziehen die Wirkstoffe noch besser ein. Eva Aschenbrenner empfiehlt eine Viertel Tasse der Tinktur auf eine halbe Tasse aufgekochtes Wasser. Für Auflagen gegen Prellungen, Quetschungen und Verstauchungen, aber auch zur Mundspülung bei Mandelentzündungen und
allgemein bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum.
Ringelblumen-Sud stellt Eva Aschenbrenner aus den Blüten und Blättern her. Sie werden klein geschnitten, zehn Minuten geköchelt und dann ein paar Stunden in Ruhe gelassen. Der Sud eignet sich für Umschläge und Kompressen bei schlecht heilenden Wunden und Abszessen. Durch den Sud wird vor allem die Gewebeneubildung unterstützt.
Der Tipp schlechthin: Eva Aschenbrenner schmeißt die Reste, die vom Ausdrücken übrig bleiben, nicht weg, sondern friert sie ein, denn da sind die Wirkstoffe besonders konzentriert enthalten und man kann sie als Auflage bei vor allem bei offenen Wunden verwenden. (Quelle: Eva Aschenbrenner).
Barbara Dickmann
