Es gibt ein Mittel, das Sodbrennen und Rückenschmerzen verschwinden lässt und Magengeschwüre heilt, das munter und fit macht, Schlaflosen den Schlaf wiedergibt, Depressionen mildert und sogar Krebs beeinflussen soll und - was am erstaunlichsten ist - fast nichts kostet. Kein volles Wartezimmer, keine 10 Euro pro Quartal an die freundliche Arzthelferin und es bleibt ihnen sogar der Gang in die Apotheke erspart. Ein schöner Traum für uns und ein wahrer Albtraum für die Pharmaindustrie, denn Sie müssen lediglich ihren Wasserhahn aufdrehen, ein Glas darunter halten, es mit Wasser füllen und trinken, trinken, trinken. Wenn Sie das richtig machen und so um die acht Gläser über den Tag verteilt, wird nicht nur ihre Lebensqualität erhöht, sondern auch etliche Medikamente mit all Nebenwirkungen könnten ihnen erspart bleiben. Wer das behauptet ist nicht etwa ein selbsternannter Guru, der Dank seiner energetischen Kräfte böse Geister aus dem Wasser und dafür gute hineinjagt, sondern Dr. Fereydoon Batmanghelidj (ausgesprochen: Batman-gee-lidsch), ein anerkannter Mediziner, der 1931 im Iran geboren wurde, seine medizinische Ausbildung im St. Mary`s Hospital der London University absolvierte, zweiundzwanzig Jahre seines Lebens der Erforschung von Wasser und deren Wirkung auf den Organismus widmete und Autor etlicher Bücher ist. Wie kommt ein Mediziner dazu, sich mit dem kühlen Nass zu beschäftigen, werden Sie jetzt fragen? Die Antwort findet man in seiner Biografie. Denn Dr. Batmanghelidj arbeitete einige Jahre als Arzt an der London University, kehrte aber dann in den Iran zurück, um den Menschen in seiner Heimat zu helfen. Er war aktiv an der Errichtung eines Sportzentrums für Kinder, mehrerer Krankenhäuser und seines eigenen medizinischen Zentrums für Familien beteiligt, das die größte medizinische Einrichtung dieser Art im Iran wurde. Da er aus einer prominenten Familie mit großem Ansehen in der Öffentlichkeit stammt, wurde er 1979 von der iranischen Revolutionsregierung verhaftet und landete im Gefängnis. Eines Nachts musste er einen Mitgefangenen mit starken Magenschmerzen behandeln. Da er über keine Medikamente verfügte, gab er dem Mann, der sich vor lauter Schmerzen krümmte, zwei Gläser Wasser zu trinken. Nach nur 8 Minuten waren die Schmerzen verschwunden. Er ließ ihn auch weiterhin alle drei Stunden zwei Glas Wasser trinken. Während der restlichen vier Monate im Gefängnis hatte er keine Schmerzen mehr. Dr. Batmanghelidj blieb 31 Monate in Gefangenschaft und behandelte über 3000 Patienten nur mit Wasser. Er erforschte intensiv die Wirkung von Wasser und stellte fest, dass dieses kühle Nass viele degenerative Krankheiten verhindern, lindern und sogar heilen konnte. Obwohl man ihn vorzeitig entlassen wollte,
blieb er freiwillig weitere vier Monate im Gefängnis, um seine Forschungen zur Beziehung zwischen Dehydration (Austrockung), Stress und Krankheit zu beenden. Ein Bericht über seine Entdeckungen wurde aus dem Iran herausgeschmuggelt und 1983 veröffentlicht. Nach seiner Haftentlassung flüchtete der Arzt in die USA, wo er seine Forschungen über die Aufgaben des Wassers im menschlichen Körper und den schädlichen Einflüssen des Wassermangels auf die Gesundheit fortsetzte. Dr. Batmanghelidj versucht jetzt durch Radio- und Fernsehsendungen, durch Vorträge in aller Welt und natürlich durch Bücher, seine Erkenntnisse einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Sein Buch, ,, Wasser, die gesunde Lösung " (ISBN 3-924077-83-5) erschien 1996 und wurde in sechs Sprachen übersetzt." Oft haben kranke Menschen einfach nur Durst und auch Schmerzen können ein Zeichen von Wassermangel sein", sagt der Arzt und beklagt einen schweren Fehler im medizinischen Verständnis. ,,Denn es sind nicht die festen Bestandteile, die sämtliche Funktionen des Organismus regulieren, sondern es ist das Wasser, das all die festen Bestandteile, die im Blut zirkulieren, auflöst und die Energie für die chemischen Reaktionen sämtlicher Funktionen des Organismus stellt, so steht es in seinem Buch ,,Wasser trinken wirkt Wunder" (ISBN 3-935767-38-2). Kurz gesagt: Ohne Wasser geht nichts, Wasser ist der wesentliche Regulator und alles andere ist ihm untergeordnet. Wassermangel äußert sich nicht etwa nur durch Durstgefühl oder Mundtrockenheit, sondern durch eine Reihe von gleichzeitig auftretenden Problemen, die sich wieder zurückbilden, sobald ausreichend Wasser zur Verfügung steht. Unser Körper drückt Wassermangel auf vier verschiedene Arten aus: Durch körperliche Empfindungen wie Müdigkeit, die nicht in Folge von Anstrengung auftritt, Ängstlichkeit, Unruhe, Gereiztheit, Depressionen, Schlafstörungen, heftiges Verlangen nach Alkohol oder Drogen. Durch Notprogramme zum Ausgleich der Austrocknung wie Verstopfung, Allergien, Bluthochdruck oder Diabetes Typ 2 und Autoimmunerkrankungen. Durch Alarmzeichen oder die erst seit kurzem bekannten Durstsignale wie Sodbrennen, rheumatische Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Kolitisschmerzen (treten zusammen mit Verstopfung auf), Fibromyalgien und Schmerzen bei Angina pecturis. Durch mögliche Komplikationen aufgrund eines anhaltenden Wassermangels wie zum Beispiel Fettsucht, Hämorrhoiden, Parkison, Venenentzündung bis hin zum Krebs. In seinem Buch ,,Wasser trinken wirkt Wunder" finden Sie Erfahrungsberichte von Amerikanern, die vom Übergewicht bis zum Bluthochdruck , von Rücken-
schmerzen über Müdigkeit bis hin zur Allergie und sogar Krebs fast über Wunderheilungen berichten. Bei allen trat innerhalb kürzester Zeit eine merkliche Besserung ein und oft sogar eine komplette Heilung. Auch im Internet unter www.wassertrinken. de gibt es viele Tipps und weitere Erfahrungsberichte. Wasser trinken - aber richtig - ein paar Regeln für Wasser-Einsteiger - Der menschliche Körper kann austrocknen, auch wenn Wasser eigentlich im Überfluss da ist. Je älter wir werden, desto mehr scheinen wir das natürliche Durstgefühl zu verlieren. Trinken Sie nicht weniger als 2 Liter pro Tag, denn was so alles auf der Strecke bleibt, ist enorm. Allein 1,5 Liter Wasser über den Urin, einen Liter über die Haut, einen halben Liter über andere Wege. Zwei Liter Wasser ist in der Nahrung, also sind 2 Liter zusätzlich das absolute Minimum. Das sind acht große Gläser und je aktiver ihr Tag verläuft und je schwerer Sie essen, desto mehr Wasser brauchen Sie. Generell sollte immer eine halbe Stunde vor dem Essen ein Glas Wasser getrunken werden. Trinken Sie morgens sofort nach dem Aufstehen und immer wenn Sie durstig sind, auch während des Essens. Alkohol, Kaffee und Schwarztee entziehen dem Körper Wasser, gleichen Sie das aus. Und auch der beste Kräutertee kann das Wasser nicht ersetzen. Damit kein Salzverlust entsteht, brauchen Sie einen halben Teelöffel Salz bei etwa zwei Liter Wasser. Seltsamer weise werden Sie immer durstiger, je mehr Wasser Sie trinken, deshalb auch die Zufuhr von Kalzium, Kalium, Magnesium, Selen und Zink sicherstellen, damit der Körper das aufgenommen Wasser in den Zellen speichern kann. Natrium sorgt dafür, dass die Zelle auch von Wasser umgeben ist, was ebenso wichtig ist. Und wie immer, gibt es keine feste Norm, denn der eine braucht acht Gläser Wasser - der nächste vielleicht sogar zehn. Die einfachste Möglichkeit herauszufinden, ob Sie genügend Flüssigkeit haben ist die Farbe ihres Urins. Eine sehr dunkle Farbe bedeutet, dass Wasser fehlt, eine hellgelbe, dass die Wasserversorgung nicht optimal ist und erst, wenn ihr Urin farblos ist, dann haben Sie genug Wasser getrunken. Es muss kein Stilles oder Kohlensäurehaltiges Wasser sein, trinken Sie ruhig Leitungswasser. Wenn Sie gesund sind, steht dem Eigenversuch nichts im Wege, doch sollten Sie krank sein, gehen Sie die ganze Geschichte vorsichtig an und ertränken Sie nicht gleich ihre Körperzellen. Es braucht seine Zeit, bis sie mehr Wasser aufnehmen können und sollten Sie Medikamente nehmen, besprechen Sie sich erst mit ihrem Arzt, denn bei einer Schädigung der Nieren muss genau gemessen werden, wie viel Wasser auch wieder herauskommt.
Barbara Dickmann
