Gila van Delden
Sie ist verheiratet, hat zwei Söhne und sehr erfolgreich im Job. Der Mann ihrer besten Freundin wird ihr Geliebter und irgendwann ist sie von ihm schwanger. Doch die Tochter erhält den Namen ihres Ehemannes, der völlig ahnungslos und freudig dieses Kind akzeptiert. Soweit so gut (oder schlecht, wie man es nimmt), jedoch nichts Welt bewegendes, was reicht, um gleich ein Buch zu schreiben. Doch dann geht die Story ziemlich heiß weiter: Gila van Delden, 1947 in Bielefeld geboren, will auswandern, gemeinsam mit ihrem Freund, ihren drei Kindern und dreizehn Huskies. Ja, Sie haben richtig gelesen. Rainer, ihr Freund, hat nicht nur eine Frau, sondern auch noch dreizehn
Huskies. Und ihr Ziel ist nicht etwa Florida, sondern die Yukon Territories in Kanada. In aller Heimlichkeit planen sie die Auswanderung und trotz schier unüberwindlicher Hindernisse gelingt ihnen die Einwanderung.
Anfang September ist es soweit. Gila wird von einer rauen Urlandschaft empfangen, von schneebedeckten Bergen und einem unendlich scheinenden, blauen Himmel. Es ist schon Herbst und ziemlich kalt. Genau das richtige Klima für die Huskies, doch für eine Frau aus Bielefeld ein harter Brocken. Doch Gila kann arbeiten und erwartet keinen Luxus, mit minus 52 Grad wird sie fertig und auch das fehlende Geld gibt nicht den Ausschlag. Was ihr zu schaffen macht ist Rainer, ihr Geliebter. Seine Stimmungsschwankungen, seine Affenliebe zu den dreizehn Hunden, seine Vorstellung von neuem Leben, das nur aus grenzenloser Freiheit für sich und seine Huskies besteht. Eine Existenz aufbauen und den Rest managen soll gefälligst Gila. Sie schließt das Kapitel Whitehorse, entscheidet sich gegen Rainer und für Deutschland.
Denn Deutschland bedeutet die Sicherheit, eine Familie ernähren zu können. Und ihr wird klar, dass sich Rainer nie ändern wird und unbezahlte Rechnungen, finanzielle Unsicherheit zu seinem Leben immer gehören werden - in Deutschland wie in Kanada. Nach acht Wochen ist der Traum vom neuen Leben vorbei. Gila van Delden fliegt zurück nach Deutschland. Ihre kleine Tochter kommt mit, die beiden Söhne bleiben dort, zumindest am Anfang... Doch
wenn Sie jetzt meinen, Gilas Leben führt in ruhige Gefilde, dann sind Sie auf dem Holzweg. Auch was alles danach in Deutschland und dann wieder in Kanada und dann wieder in Deutschland passiert, ist nicht gerade das, was man unter einem ruhigen Leben versteht.
In Persönlichkeitsseminaren lernt Gila van Delden die Kraft des positiven Denkens kennen, die ihr zur Lebensphilosophie wird. Doch sie erkennt auch die Macht des Schicksals und beugt sich. 1992 schreibt sie "...nicht heulen Husky", ihr erstes Buch, ein Bestseller, der 2000 mit einer Starbesetzung verfilmt wird.
1994 beginnt sie ihre Arbeit als Seminarleiterin. Bis 1997 kommen zwei weitere Bücher auf den Markt. 2000 schließt sich ihr Studium als geprüfte, psychologische Beraterin ab und macht gleichzeitig eine Ausbildung als Hypnosetherapeutin. Im September 2007 erscheint ihr sechstes Buch. Heute sind ihre Persönlichkeitsseminare und Vorträge gut besucht, denn sie sind mitten aus dem Leben, vermitteln neue Glaubenssätze für das Leben und die bittere, ureigene Erkenntnis von Gila van Delden, dass man nichts tun soll, was auf Kosten anderer geht.
Ihre Lebensgeschichte finden Sie in "...nicht heulen Husky" ISBN 3-9803144-0-5 und "Mutter Erde, trage mich..." ISBN 3-9803144-2-1, weitere Infos unter www.country-verlag.de.
Barbara Dickmann
